Besuch der Klasse 10b im KZ Oberer Kuhberg

Am 8.10.09 haben wir das KZ am oberen Kuhberg besucht. Schon von außen machte es einen einschüchternden Eindruck.  Meterhohe Gitter,  mit Maschendrahtzaun versehen umringten das Gebäude.  Eine Flucht war unvorstellbar. Wenn man durch das Holztor geht, betritt man zuerst einen undichten Boden unter dem sich eine Arrestzelle befindet. Bei dem regelmäßigen Ölwechsel den die Offiziere durchführten, sickerten immer wieder große Mengen Öl und Wasser durch den Boden, auf die Häftlinge. Nur schwer kann man sich all die dort ausgeführten Grausamkeiten vorstellen.

Das „Fort Oberer Kuhberg“ wurde 1850 errichtet und gehörte eigentlich zur Bundesfestung Ulm. Wurde aber von November 1933 bis Juli 1935 vom NS-Regime als KZ für (600)  politische und weltanschauliche Gegner aus dem Land Württemberg genutzt.  Unter ihnen befand sich auch Kurt Schumacher, der die SPD in Deutschland wiederbegründete. Das Ulmer KZ war kein Vernichtungslager. Hier wurde keiner der Häftlinge erschlagen, vergast oder verbrannt. Sie wurden hier lediglich auf grausame Art diskriminiert, gedemütigt und gefoltert. Oft wurden einfach beliebige Menschen aus der Masse gezogen. Es wurde ihnen gesagt dass sie jetzt erschossen werden. Man stellte sie an eine Wand, wartete bis sie vor Angst fast zusammenbrachen, um dann in die Luft zu schießen.

Sinn der ganzen Sache war einfach, dass die Menschen „umerzogen“  werden sollten. Sie sollten hinter Hitler stehen, ihn achten und ehren.

Das „Fort Oberer Kuhberg“ stand zu diesem Zeitpunkt erst am Anfang von Hitlers Grausamkeiten. Was Folgte waren Vernichtungslager z.B in Auschwitz.

 

Der Besuch am Kuhberg zeigte uns:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.