Geschichtsexkursion KZ Dachau

 

Am Montag, den 9. Dezember 2013 sind wir, die Klassen 10a und b, nach Dachau gefahren. Pünktlich um 7: 30 Uhr sind wir in Blaustein losgefahren und eineinhalb Stunden später waren wir dort.

Als erstes haben wir einen Film angeschaut. Der Film zeigte, wie die Menschen in Dachau "gelebt" haben. Er hat uns alle sehr berührt, denn man konnte sehen, wie die Menschen hier leiden mussten. Der Film zeigte außerdem, wie viele Menschen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern umgekommen sind. Am Ende wurde auch etwas über das Kriegsende und somit die Auflösung der Konzentrationslager gezeigt. Der Film zeigte deutlich, wie sich die Situation der Menschen über die Jahre zunehmend verschlechtert hat. Der Film hat uns alle geschockt und gleichzeitig auch betroffen gemacht. Wir konnten es nicht verstehen, wie Menschen andere Menschen so brutal behandeln konnten.

Danach haben unsere Führungen angefangen. Wir haben uns getrennt, denn die a und die b Klassen hatten jeweils einen eigenen Guide.

Anfangs erzählte uns unser Guide etwas über das Konzentrationslager Dachau. Das Konzentrationslager Dachau wurde am 22. März 1933 errichtet. Es war das erste Konzentrationslager und diente somit als eine Art Modell.  Es wurde anfangs für politische Gefangene gebaut, später kamen dann auch noch Juden und Homosexuelle usw. dazu. Es bestand von März 1933 bis April 1945. Insgesamt waren in Dachau 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert, von denen  41.500 ermordet wurden. Die meisten davon in den letzen Jahren. Es war schrecklich diese unvorstellbar großen Zahlen zu hören.

Unser Guide erklärte uns außerdem, wie es überhaupt zu so etwas Schrecklichem kommen konnte und wie Hitler so viel Macht erlangen konnte.

Hitler ist mit seiner Partei, der NSDAP, ganz legal in den Reichstag eingezogen. Zu dieser Zeit ging es Deutschland schlecht, da das Land in einer Krise steckte. Die deutschen Bürger hatten kein Vertrauen mehr zu den Politikern der Weimarer Republik und so gelang es den Rechtsradikalen in den Reichstag zu kommen. Durch den Reichstagsbrand und  der anschließenden Gesetze (Reichsbrandverordnung, Ermächtigungsgesetz) gelang es Hitler andere Parteien auszuschalten. Die Politiker wurden verhaftet und in Gefängnisse gesteckt. So hatte Hitler freie Bahn. Auf einer großen Karte zeigte uns unser Guide die Standorte der Konzentrationslager und ihrer Außenstellen. Es schockte uns zu sehen, wie viele Konzentrations- und Vernichtungslager es gegeben hat, denn dessen waren wir uns nicht wirklich bewusst.  

Während der Führung sind wir quer über das ehemalige KZ-Gelände gelaufen, doch vieles, was früher zu dem KZ gehört hat, wird heute anderweitig genutzt. Außerdem wurde ein ganzes Gebäude zu einer Art Museum umgebaut. Wir schauten uns verschiedene Tafeln an und unser Guide erklärte uns, wie das "Leben" der Menschen in Dachau war.

Er erzählte uns von den Strafen, die die Inhaftierten schon wegen Kleinigkeiten bekamen. Er berichtete auch von den Versuchen, die Ärzte mit den Gefangenen durchgeführt haben.  Es erschreckte uns, zu hören wie grausam die SS mit den Gefangenen umgegangen ist. Die Situation in dem Konzentrationslager wurde außerdem immer schlimmer. Es kamen immer mehr Gefangene dazu. Sie hatten jetzt weder eine eigenen Bett noch irgend einen Rückzugsplatz. Sie arbeiteten den ganzen Tag und bekamen gerade genug zu essen, dass sie nicht starben. Die Wächter sorgten mit allen Mitteln dafür, den Häftlingen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Zu der unerträglichen Situation kam noch die Ungewissheit. Die Häftlinge wussten nicht, wie es ihren Familien ging, ob sie noch am Leben waren und ob sie sie jemals wieder sehen würden. Deshalb sahen viele Häftlinge keinen anderen Ausweg mehr, als sich das Leben zu nehmen.

Wir haben uns eine solche Baracke, in der die Gefangenen gewohnt haben angeschaut und gegen Ende unserer geführten Tour haben wir uns auch noch die Verbrennungsöfen und die Gaskammer angeschaut. In Dachau wurde die Gaskammer jedoch nie benutzt.

Am Ende unsere Tour lobte uns unser Guide und erinnerte uns daran, wie wichtig es ist, wählen zu gehen, denn jede einzelne Stimme zählt und Demokratie ist extrem wichtig. Gerade wenn wir wählen gehen, können wir zur Demokratie beitragen,denn bei Diktaturen gibt es keine Machtkontrolle und einzelne Personen haben viel zu viel Macht. Deshalb sind wir es den vielen Menschen, die in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ums Leben gekommen sind schuldig, wählen zu gehen. Es bringt nichts, alles zu vergessen oder zu verdrängen, wir müssen uns damit auseinander setzen. Denn nur so können wir verhindern, dass sich so etwas Schreckliches wiederholt.

 

Als unsere Tour mit dem Guide zu Ende war, sind wir alle zurück zum Bus gelaufen. Nach eineinhalb Stunden Heimfahrt sind wir wieder in Blaustein angekommen.

 


Antonia Mack 10 b