Die SMV spendete den Erlös aus der Weihnachtspostaktion, dem Adventscafé und der Valentins - Aktion an das Hartmut Blauw Haus. Der Gutschein wurde bei einem Besuch überreicht.

 

 

 

Kinderkrebsstation – Der SMV-Besuch

 

Am 03.April besuchte die SMV die Kinderkrebsstation der Uni Ulm. Dort angekommen wurden wir freundlich begrüßt und durften es uns bei Keksen und Saft gemütlich machen.

In diesem Haus können Kinder mit ihren Eltern für eine bestimmte Zeit wohnen, wenn ein Kind aus der Familie an Krebs erkrankt ist. Dies gilt besonders dann, wenn die Patienten aus dem Ausland kommen. Sie werden vom Staat nur dürftig unterstützt. Nach diesem Exkurs erfuhren wir schließlich etwas über Krebs – die Krankheit, die die Einrichtung des Hauses so notwendig machte.

 

So wissen wir jetzt beispielsweise, dass man nach einer Knochenmarks-transplantation ganz allein in einem Raum ist, welcher ganz steril (ohne Keime/Bakterien/..) ist. Dort hat man eine Toilette, ein Bett und eventuell auch einen Computer mit Internetzugang. Dieser dient dazu, den Anschluss zu Freunden und auch zur Schule zu erhalten. Oftmals sind solche Videos in diesen Zeiten jedoch besonders erwünscht, hieß es. Das liegt daran, dass der Unterricht ein Stück Struktur und Alltag in das Leben der Kranken bringt, das in dieser Zeit vollkommen aus dem Gleichgewicht gerät.

Das Essen bekommen die Kranken in dieser Zeit von Schwestern gebracht und selbst die eigenen Eltern können oft nicht lange im Raum zu Besuch bleiben, da alles steril sein muss.

Das Immunsystem, also die Polizei im Körper, ist in dieser Zeit sehr geschwächt, da sie das Knochenmark wieder aufbauen muss. Deshalb ist der Mensch in diesem Fall besonders anfällig für Krankheiten. Ein einfacher Schnupfen könnte schon tödlich sein. Das ist der Grund dafür, dass in den Raum keine Bakterien gelangen dürfen.

Aber es gibt noch viele andere Krebsarten und es muss natürlich nicht bei allen das Knochenmark transplantiert werden!

 

Die Behandlung findet jedoch nicht im Hartmut - Blauw – Haus statt, doch das Haus ist trotzdem wichtig! In ihm können sich die Eltern des Kindes beispielsweise aufhalten, wenn ihr Nachhauseweg zu weit ist, um jeden Tag hin und her zu fahren.

 

Für Kleinkinder gibt es im Haus sogar eine so genannte „Geschwister“ - Abteilung. Dort können sie sich aufhalten und werden währenddessen sogar von Kindergärtnerinnen betreut. Es sind dort aber nicht nur Kinder, deren Geschwister betroffen sind. Bei unserem Besuch durften wir diese Abteilung nämlich auch anschauen, und dort war ein kleines Mädchen. Sie hatte ihren Vater seit einer Woche nicht gesehen, da er erkrankt war.

 

Nachdem wir all dies erfahren hatten, übergaben wir der Mitarbeiterin ein Bild, das im Kunstunterricht gemalt worden war. Darauf waren Spielgeräte zu sehen, denn wir hatten für den Aufbau eines Spielplatzes gespendet.

Für diesen sollten in den nächsten Tagen Mitarbeiter kommen, die von SWR1 ausgesucht worden waren. Sie würden den Spielplatz bauen und dabei keine fertigen Teile verwenden dürfen, außer dem Bauset einer Lokomotive. Diese hatten sich die Kinder des Harmut - Blauw - Hauses ausgesucht. Innerhalb von drei Tagen würden sie dann versuchen im Garten einen Spielplatz zu errichten. Sie nahmen so an einem Wettbewerb teil, welcher von SWR3 gesponsert und ausgeschrieben worden war. Das Harmut - Blauw - Haus hatte sich selbstverständlich ebenfalls beworben. Glücklicherweise war es unter die ersten drei gekommen und somit ausgewählt. Die Handwerker „kämpfen“ in diesem Wettbewerb ebenfalls gegen drei andere ausgewählte Truppen, welche in ausgewählten Einrichtungen soziale Projekte zu verwirklichen versuchen.

 

Wir wünschen den Mitarbeitern und Einwohnern des Hauses deshalb viel Glück bei der Fertigstellung des Spielplatzes und viel Spaß beim Spielen.

 

Schaut doch mal vorbei, Schüler und Lehrer – die Realschule Blaustein wird genau wie alle anderen Spender namentlich erwähnt werden!